Dudu by night

Gestern machte ich ein Foto meiner beiden Zicken im Familienbett. Ich als Mutter fand das natürlich zuckersüß. Aber, und jetzt kommst, ich habe mich nicht getraut es bei Twitter zu posten.

Warum?

Ganz einfach. Meine große Tochter, die mittlerweile vier Lenze auf dem Buckel hat, schnullert gerade an einem Dudu. Skandal! Mich nerven an diesem Satz genau zwei Dinge. Ich hasse hasse hasse es das sie immer noch einen Schnuller in der Nacht braucht und noch viel mehr hasse ich, dass der Dicke das Wort „Dudu“ eingeführt hat.

Ich sehe schon die entsetzten Augen meiner kleinen Leserschaft. Skandal!!!

Es kam so. Nachdem die Große kurz vor der Geburt der Kleinen schon Schnuller frei war aber leider nach der Geburt einen Rückfall hatte, habe ich mich dazu entschlossen ihr selbst die Entscheidung zu lassen wie und wann sie den Schnuller nicht mehr braucht und, wenn ich ganz ehrlich bin, war der Schnuller im letzten Jahr oft die bequemere Lösung. Denn wenn man rechtzeitig bemerkte das die Große unruhig wurde, konnte man das schlimmste verhindern in dem man ihr den Schnuller schnell in den Mund gab.

Habe ich es mir zu einfach gemacht?

Kann schon sein, aber vielleicht hab ich mir aber auch so die letzten intakten Nerven behalten. Trotzdem frage ich mich oft ob ich aktiv werden sollte.

Seit Karneval haben wir keinen Nachtschreck mehr gehabt und generell schläft die Große mittlerweile super. Diese Entwicklung hat mich wirklich überrascht niemals hätte ich daran geglaubt, dass sich das Schlafverhalten so schnell und so deutlich besseren wird. Ganz ohne Druck von außen.

Das mit dem Schnuller wird sich auch geben. Ganz von allein. Da bin ich mir jetzt sicher, auch ohne Schnullerfee und Geschenken.

Und ich dachte nur: Sie ist ertrunken, ganz sicher ist sie schon tot.

Gestern war ein schöner Tag. Sommer, Sonne und gut gelaunte Kinder. Ich beschloss mit den beiden Grinsekatzen etwas Tolles zu machen und packte kurzerhand einen Rucksack mit dem Nötigsten, holte die Große aus dem KiGa und wir fuhren mit der Straßenbahn in den Park.

Am Eingang des Parks wies ein Schild darauf hin, dass nicht alle Teile des Parks zugänglich wären aufgrund der vergangenen stürmischen Tage.

Eigentlich wollten wir zuerst auf der größten Wiese des Parks, direkt am „Kleinkindspielplatz“, ein Picknick machen doch leider wurde uns der Weg von einer riesengroßen Pfütze versperrt. Riesengroß ist in diesem Falle wohl noch deutlich untertrieben da die Pfütze an der tiefsten Stelle hüfthoch war und einen Durchmesser von mehreren Metern hatte.

Planänderung, gegenüber der Wiese liegt ein Spielplatz mit Matschanlage. Kinder in die UV-Schutzkleidung geworfen, auf in den Matsch und ich auf die Parkbank mit meinem Strickzeug.

Die Kinder spielten toll zusammen und ich war Seelig auch mal etwas Ruhe und Zeit für mich zu haben.

In Gänsemarsch rannte die Kleine nach einiger Zeit auf den danebenliegenden Spielplatz, obwohl der von meinem Sitzplatz aus nicht gut einsehbar war befand sie sich dabei aber aber noch in meinem Sichtfeld. Vorsorglich rief ich der Großen, die mit gelaufen war, zu das sie bitte schaut das die Kleine nicht den Spielplatz verlässt. Mein Backup falls ich nicht schnell genug bin wenn die Lütte wegflixt.

Dann verschwand die Kleine tatsächlich aus meinem Blickfeld, ich ging sofort aber nicht gehetzt los und da kam schon die Große „Mama komm schnell die Kleine ist zum Wasser“. PANIK! Von der Stelle an der wir standen konnte ich auf den Weg zu der Pfütze und sogar bis dorthin schauen, aber von meinem Kind keine Spur.

Adrenalineinschuss. Ich konnte nicht mehr annähernd klar denken, ganz rational gesehen KONNTE die Kleine in den zehn Sekunden nicht den ganzen Weg gelaufen sein, ich schaute nicht nach links oder rechts und lief geradewegs in die Pfütze und suchte.

Sie ist ertrunken, ganz sicher ist sie schon tot. Der einzige Gedanke in meinem Kopf. Ich suchte und suchte aber ich fand keinen leblosen kleinen Körper im Wasser. Dann rief mich von hinten ein kleines Mädchen und fragte mich ob ich ein kleines Kind in Radlerhosen suchen würde. Ja ja ja ja! Bei den Schweinen sei sie.

Stein. Herz.

Schnell bedankt, schnell los. Da kam mir schon die Mutter des kleinen Mädchens entgegen, mit meinem Kind auf dem Arm. „Sie müssen besser auf ihr Kind aufpassen wenn sie schon nicht hinterher kommen“. Den Satz registrierte ich zwar konnte und mochte aber nicht darauf reagieren. Ich war immer noch voller Adrenalin und einfach nur froh.

Ich bedankte mich mehrmals und ging zurück auf unseren Platz und sah erleichtert das alle Wertsachen (Handy, Ebookreader)die ich einfach an Ort und Stelle gelassen hatte auf der Bank liegen. Dieses Szenario dauerte knapp 5 Minuten. Fünf Minuten voller Todesangst, ich bin froh, dass ich das die ersten 4 Jahre meines Mutterseins nicht habe erleben müssen. Meinen Kindern bin ich an diesem Tag nicht eine Sekunde mehr von der Seite gewichen.

Später nahm ich die Große noch zur Seite um mit ihr über das Vorgefallene zu sprechen, in der Angst um die kleine Schwester war ich sehr ruppig und schließlich dachte sie ja auch ihre Schwester sei in dem tiefen Wasser. Ich glaube ich konnte ihr gut und verständlich erklären warum ich mich verhalten habe wie ich es eben getan habe und musste ihr versprechen nun besser auf ihre Schwester aufzupassen. Versprochen!

Gestern habe ich auf die harte Tour gelernt das Geschwister einfach ganz grundlegend verschieden sein können. Die Große war immer ein vorsichtiges und besonnenes Kind. Sie hätte nie, egal in welchem Alter, den Spielplatz verlassen. Brauchte immer die Sicherheit dass ich in Sichtweite anwesend bin. Ich bin so sehr daran gewöhnt mir DARÜBER keine Sorgen machen zu müssen, dass ich ganz außer Acht gelassen habe, dass die Kleine so ganz anders ist. Ein kleiner Rüpel mit Abenteuerlust.

Zum Elternsein gehört es dazu, immer wieder neue Dinge zu lernen. Manchmal auf die harte Tour. Das passiert mir hoffentlich kein zweites Mal.

 

 

Die Sockenfressenden Monstermotten von hier

Ich bin einfach keine gute Hausfrau. Punkt. Ich kann und möchte diese Tatsache nicht leugnen, aber das was mir geraden eben passiert ist kann man „leider“ nicht toppen.

Wir wohnen in einer kleinen Wohnung was in unserem Fall bedeutet das, WIR HABEN WENIG PLATZ! Wegen diesem Mangle an PLATZ stehen unsere Wäschekörbe im Schlafzimmer neben dem Kleiderschrank. Weil ich die Wäschekörbe einfach irgendwann nicht mehr gerne benutzt habe, bin ich zu einfachen Wäschewanne zur Aufbewahrung der Dreck(s)wäsche übergegangen.

Leider ist mir entgangen (ähäm) das sich in den alten Wäschekörben noch „etwas“ dreckige Wäsche befand. Diese unliebsamen Teile die man nicht vermisst weil sie nur in allergrößten Notsituationen getragen werden, denn auch wenn es sich jetzt nicht so anhört weiß ich genau welches Wäschestück aus dem Schrank fehlt und besondere Teile genießen auch meine besonderen Zuwendung. Ist klar oder?

Da lagen sie also, diese Drecksstücke und gammelten so ungefähr seit einem Jahr in den geschlossenen Wäschekörben vor sich hin.

Ich, enorm motiviert schon mal Sachen für den unvermeidlichen Umzug zusammen zupacken öffnen den Deckel und werde sofort von einem Schwarm Textilmotten angegriffen. Ich schlage wie wild um mich und versuche mich zu retten, aber sie sind mir mengenmäßig leider deutlich überlegen. Todesmutig schnappe ich mir einen Müllsack inklusive Gummihandschuhe und verbanne diese Monster für immer und ewig.

Damit wäre jetzt aber endlich die Frage der ominösen Löcher in unserer Kleidung geklärt.

Ich mache mir trotzdem Sorgen. Große Sorgen. Unter dem Futter dieses Flatterzeugs befanden sich nämlich auch getragene Socken des Dicken. Das muss so nährstoffreiches Futter für die Motten gewesen sein das sie sich in Mutantantiheromotten verwandelt haben. Bestimmt. Handtellergroß und lauern irgendwo um die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Falls sie nichts mehr von mir hören besorgen sie sich bitte Textilmottenfallen. Viele!

be veggie-tag 6

Mein Teenie ICH sagt: Vegetarier sind olle Ökotussen mit Biolädchenabo!

Doch auf dem Weg in ein erwachsenes Leben passieren merkwürdige Dinge mit der eigenen Meinung, sie ändert sich nämlich und so sagt mein Erwachsenes ICH: ICH WILL DAS!

Ich möchte auf Fleisch verzichten, es schmeckt mir doch eh nicht und ich möchte bewusster Einkaufen, wenn möglich Bio, aber vielleicht auch nur einfach weniger aber dafür qualitativer.

 

Der erste Schritt war hart. Monatelang konnte ich mich nicht aufraffen und bin in meinen alten Mustern hängen geblieben aber nach einer Reportage die mich sehr berührte war klar, dass das Fleisch endgültig aus meinem Speiseplan verschwinden muss.

Jetzt ging´s, gesagt getan. Ich lebe fleischlos und nenne mich nun offiziell Vegetarier. Es fühlt sich gut an.

Die ersten Tofu Würstchen lagen auf dem Grill und der erste Braten (bzw. die Bratensoße) wurde verschmäht. Manchmal ist es schwer, aber im Grunde leichter als Gedacht. Ja, der Bratensoße trauere ich schon sehr nach, aber Senfeier mag ich genauso gerne und die sind schnell gemacht. Gummibärchen auch, aber es gibt genug vegetarische Alternativen. Für mich gibt es also keine Ausreden mehr!

Ich werde weiter berichten 🙂

Trotz und seine Folgen

(12:30 Uhr)Dann ist heute also der Zeitpunkt gekommen an dem ich mit einem, nach einer Brezel (Lilly ich habe keine Brezel!) kreischendem Kind in dem einem Arm und einem weinenden Kind in dem anderen in den 2 Stock hoch stampfe und unser Vermieter hinter mir her brüllt:

„Ruhe, Ruhe, das bedeutet die Kündigung!“

Auch wenn ich genau weiß, dass andere Kinder auch trotzen fühl ich mich in solchen Situationen wie ein Alien. Die schlimmste Mutter mit den schlimmsten Kinder und dazu noch asozial. Haben andere Eltern auch solche Probleme oder hab ich unser Leben einfach nicht im Griff und habe unbemerkt alles vermasselt? Ich weiß es wirklich nicht mehr. Gott sei Dank habe ich schon vor etwas längerer Zeit einen Beratungstermin ausgemacht, ich denke das wird mir helfen wieder einen Überblick über alles zu bekommen. Ehrlich gesagt finde ich nämlich nicht dass wir eine „schlechte“ Familie sind, aber halt auch nicht die Traumvorstellung einer Bilderbuchfamilie. Ach, man…

(13:36) Sie wimmert übrigens jetzt immer noch wegen der Brezel die nie existierte *roll*

Wie sagt das Froilein Schmidtmann immer so treffend? Deppendienstag, jawohle!

Tom ist doof

Bestimmt kennen einige die Kinderserie von Kika „Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig“, oder?

Wie oft habe ich jetzt schon gehört wie dumm diese Sendung ist und ein jedes Mal denke ich NEIN ganz und gar nicht! Tom ist eine sehr liebevoll produzierte Kinderserie mit vielen witzigen Details die auch uns Eltern zum Schmunzeln bringen können.

Ich und meine Dreijährige sind auf jeden Fall begeisterte Tom Fans und lieben vor allem die Motzer und den netten Mann 🙂

Nö, Fernsehen muss für mich nicht pädagogisch wertvoll sein, denn wenn ich darauf besonderen Wert lege lasse ich die Glotze einfach aus. (Soll nicht heißen das mein Kind jeden Mist immer und überall schauen darf, aber was macht Peterss.on und F.indu.s besser als Tom?)

Nehmt euch doch einmal Zeit zum Schmunzeln und schaut unsere zwei allerliebsten Folgen Tom ist doof und Tom tanzt an 🙂

In diesem Sinne: Ein fettes Brot, ein netter Mann, ein kecker Schritt schon bin ich dran. Von wegen 😉

Freches Ding

Gestern saß ich mit dem großen Kind auf der Couch und schauten ein bisschen Kika, als das Kind auf einmal sprach:

 

Kind: „Mami, ich brauche Geld“

Ich: „Wofür brauchst du denn Geld Möpschen?“

Kind (frech grinsend): „Ich will doch ne neue Mama kaufen“

Ich (den Tränen nahe und am hyperventilieren ;)) „WAS du willst MICH verkaufen? Deine supertolle mega Mami“

Kind: „Ach Mami, das ist doch nicht so schlimm“

 

Damit war das Gespräch beendet und ich bleibe leicht betröppelt auf der Couch zurück während das Kind spielen geht.

Nach 5 Minuten (gefühlte Stunden sag ich euch!!) kommt sie zurück.

Kind: „Ach Mami, war doch nur Quatsch“ und drückt mir nen feuchten Knutsch auf die Wange.

 

Wann ist diese Maus so groß geworden aber, vor allem, wann ist dieses Kind sooooo frech geworden? 😀